Isreal Galván

Foto: Rene Robert

Was ist Ihr Markenzeichen als Künstler?
Mein Markenzeichen ist die Freiheit beim Tanzen und die Freiheit, meinen Tanz zu erfinden und die Werke, die daraus resultieren. Ich betrachte mich noch als ?Kind? des Tanzes, ein Kind, das noch nicht erwachsen werden will. Meine Kindheit im Flamenco wurde als sehr akademisch und puristisch charakterisiert, genauso verhält es sich mit meiner Persönlichkeit, die ich selbst erst nach und nach in meiner Laufbahn entdecke. Man sieht in mir den Tänzer, der sich in jedes seiner Stücke verwandelt, das er kreiert.

Was können die Festivalbesucher von Ihrem Stück erwarten?
Sie werden einen Körper sehen, einen Körper, der ein Solo tanzt, der zugleich das einzige Werkzeug für Klang sein wird, und das in der einfachsten und rohesten Perspektive, die einen Tänzer animieren kann.

Wo finden Sie Inspiration?
Ich finde Inspiration in so vielen Dingen, in allem, was mich umgibt, in meiner Familie, meinen Freunde, im Flamenco selbst, und außerhalb des Flamencos in Filmen und anderen Künsten.

Welche Rolle spielen andere Künste in Ihren Kreationen?
Mir ist nicht bewusst, wie andere Künste mich beeinflussen. Das läuft automatisch und unbewusst ab, wenn ein bestimmtes Bild in einem Film oder eine Stelle in einem Buch meine Aufmerksamkeit binden. Das schlummert dann in mir und kommt in einer ganz unerwarteten Form wieder zum Vorschein, wenn ich am wenigsten damit rechne, wie etwas ganz Natürliches.

Welche Projekte haben Sie als Künstler?
Das Wichtigste für mich ist im Tanz etwas zu erreichen, das mich Anstrengung und Arbeit kostet. Nur so kann ich mich besser als Tänzer kennen lernen und auch die anderen Künstler, die mich umgeben und mit denen ich arbeite. Die Ideen und Formen, die sich entwickeln, sind da nur sekundär. Ich strebe danach, auf eine freundliche Art und Weise zu tanzen.

(Aus dem Französischen übersetzt)

Kurzbiografie
Isreal Galván, Jahrgang 1973, gilt als der Erneuerer des Flamencos.
Aus einer andalusischen Familie stammend nahm der Flamenco schon früh eine zentrale Rolle in seinem Leben ein. Seine Karriere begann in der ?Compañia Andaluza de Danza? von Mario Maya. Mit der Gründung seiner eigenen Company begab er sich 1998 auf Solopfade. In Produktionen, wie etwa in der von Kafka inspirierten ?Metamorphosis? oder in ?Arena?, einem ungewöhnlichen Stück über Stierkampf, wird sein unverwechselbarer Stil deutlich: den Flamenco radikal von Klischees befreien, ohne die Wurzeln dieser Kunstform zu verneinen. Er erhielt bereits die wichtigsten Lorbeeren, die die Flamenco-Welt zu vergeben hat, darunter den Giradillo Preis bei der Flamenco Biennale in Sevilla, den ?Flamenco Hoy? Kritiker-Preis und den spanischen Nationalpreis für Tanz.

Weitere Infos unter: www.israelgalvan.com


"SOLO" 28.8./19 h + 29.8./18 h + 20.30 h / Radialsystem V

Veranstaltungstipp Tanz im August:

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Was kommt nach dem Tanz?
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