Tanzpresse

Bewegungsorgie

Yasmeen Godder mit „Storm End Come“ im HAU 2

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JW

 20.01.2012 )

Ein Bilderrauschen physischer Extreme. Die israelische Choreografin Yasmeen Godder zeigt in „Storm End Come“ eine energiesprudelnde, farbenreiche Improvisationscollage purer Körperlichkeit. Es macht den Eindruck einer Improvisation, doch unter dieser ersten Schicht kommt eine Dramaturgie sensibler Beziehungsgeflechte zum Vorschein, die vor allem am Ende überrascht und überzeugt. Die sechs Performer sind ständig in Bewegung, förmlich unter Strom, und geben dem Zuschauer das permanente Gefühl etwas zu verpassen, sobald sich der Blick in einem Duett oder Tr ... 


Für jeden etwas

Festival MADE IN POTSDAM: Shang-Chi Sun mit „Traverse“, Timo Draheim & Jörg Schiebe mit „Under...

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AJ

 18.01.2012 )

„MADE IN POTSDAM“, unter diesem Namen lädt die fabrik Potsdam zu ihrem Festival für Tanz, Performance und Film ein. Es klingt nach einem selbstbewussten Markenzeichen und tatsächlich sind die Produktionen allesamt Ergebnisse eines „Artists-in-Residence“-Programms vor Ort. Was besonders ins Auge auffällt, ist die Bandbreite der Beiträge. Die fabrik Potsdam verfolge ein offenes Konzept, so der Pressesprecher Laurent Dubost, dadurch sei in den letzten Jahren ein internationales Netzwerk mit sehr unterschiedlichen Choreografen entstanden. Finanzielle Einschn ... 


In Schubladen

TANZTAGE BERLIN 2012: Verena Wilhelm mit „Fire and Forget“ & Katharina Maschenka Horn mit...

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JW

 14.01.2012 )

„To pigeonhole someone“ heißt so viel wie jemanden in eine Schublade stecken. Katharina Maschenka Horn macht in ihrem Solo ebenfalls verschiedene Schubladen auf - eine bunte, humorvolle und schnelle Mischung zwischen Tanztheater, musicalhaften Episoden und zeitgenössischen Bodenphrasen, die ebenfalls rasant aber stärker nach innen gerichtet erscheinen. Ein wildes Zappen durch die Tanz- und Musikstile, Kleidungs- und Gefühlslagen – von ironisch grotesk, erotisch gogoesk bis hin zu einer 20er Jahre Gesangsdarbietung. Was überzeugt, ist die Präsenz Kathari ... 


Es lebe der Kontrast

TANZTAGE BERLIN 2012: Ixchel Mendoza Hernández mit „Visual Ghost“ und Chris Scherer mit...

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AJ

 11.01.2012 )

Die Tanztage haben in ihrer 21. Ausgabe sechs Premieren im Gepäck, Ixchel Mendoza Hernández und Chris Scherer stellten hintereinander am vierten Festivaltag ihre Produktionen vor. Dass das Festival an sich schon eine muntere Mischung an Beiträgen bietet, ist keine Neuigkeit. Die Mexikanerin Hernández und der Australier Scherer liefern jedoch in ganz besonderem Maß ein Kontrastprogramm. „Visual Ghost“ kommt als minimalistische Erkundung von Körperbildern daher. Weiße und farbige Neonröhren leuchten wie von Geisterhand betätigt auf, als die Performerin an  ... 


Androgynes und Karnevaleskes

TANZTAGE BERLIN 2012: An Kaler mit „Insignificant Others: Tableaux (learning to look sideways)“ &...

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JW

 06.01.2012 )

Das Eröffnungsstück der Tanztage von An Kaler erscheint als minimalistisch gehaltenes Sound- und Bewegungsarrangement. Drei Performer, die sich mit bestechender Klarheit auf Bewegungsrecherche begeben zu einer elektronischen Soundkulisse oder absoluter Stille, so dass man das Gläserklappern im Foyer der Sophiensaele hören kann. Sie geben sich cool, Marke Berlin-Mitte-Hipster-Nerd, fast schon zu cool, um sich leidenschaftlich der Bewegung hinzugeben. Stattdessen liegt der Fokus auf Arm- und Hand-Isolationen, Vertwistung im Oberkörper; Bewegungen, denen na ... 


Glückssucher

Helena Waldmann mit „GlückStück“ im RADIALSYSTEM V

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AJ

 20.12.2011 )

Das Thema Glück in den Mittelpunkt eines Stückes zu stellen, steigert fast automatisch die Erwartungshaltung, handelt es sich doch um eine existenzielle Lebenszutat. Freudig-gespannt wirkt auch das Publikum im RADIALSYSTEM V, als es von einem festlich glitzernden Miniatur-Zirkuszelt und heiterer Hintergrundmusik empfangen wird. Einen Raum der augenzwinkernden Verheißung hat man hier errichtet, scheint die Botschaft zu sein. Als Erster steigt André Soares zu Richard Strauss´ Monumentalmusik „Also sprach Zarathustra“ von der Showtreppe, reckt die Arme nach ... 


Dekonstruktion für alle

Jeremy Wade mit „Fountain/ To the mountain“ im HAU 2

(

JW

 18.12.2011 )

Jeremy Wade bewegt die Menschen: allerdings erst einmal nur von der einen Wand zur anderen im Foyer des HAU 2. Mit Mikrofonansagen animiert er das Publikum mit erhobenen, wackelnden Händen zu einer kollektiven Mitmach-Performance, die darin besteht, auf dem Boden übereinanderliegend zusammenzukommen. Dieses gemeinsame Warm-up soll die Partizipation des Publikums vorbereiten auf das im Anschluss folgende Stück. Doch vorbereiten worauf? Was den Zuschauern geboten wird, ist das Beiwohnen der Wade-typischen Anti-Ästhetik. Jener pathologisch anmutenden Bewegu ... 


Tipp: Berlins freie Tanzszene - Arnd Wesemann und Cilgia Gadola im Gespräch - 27. Januar im SAVVY Contemporary mehr

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