Tanzpresse

Flirren und flattern

Das Staatsballett Berlin mit „Duato, Forsythe, Goecke” im Schiller Theater Berlin

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JW

 11.05.2012 )

Der dreigeteilte, zeitgenössisch anmutende Ballettabend zeigt die Choreografien „Arcangelo“ von Nacho Duato und „Herman Schmerman“ von William Forsythe sowie „And the sky on that cloudy old day“ von Marco Goecke. „Arcangelo“ basiert musikalisch auf Arcangelo Corellis „Concerti grossi Nr.6“ und endet mit einer Arie aus Alessandro Scarlattis Oper „Il primo omicidio overo Cain“. Die bereits 2000 für die Compañía Nacional de Danza in Madrid kreierte Choreografie wird großteils durch die Musik getragen. Die kontemplative Stimmung in den barocken Werken übertr ... 


Traumumwölkt

Theater Thikwa mit „Kate“ im F 40 - Theater Thikwa, Berlin

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AJ

 08.05.2012 )

Wie eine Schneekönigin. So wirkt Linda Weißig in ihrem überdimensionierten weißen Pelzmantel, als sie zu Beginn hinterm Mikro steht und die Lippen zum Song „Cloudbusting“ von Kate Bush mitbewegt. Namensgeberin des Stückes ist also die Grande Dame des Pop: Die sieben Akteure bewegen sich durch sieben Szenen untermalt von Titeln des Albums „Hounds of love“ aus dem Jahr 1985. Und wie in jeder Thikwa-Produktion stehen behinderte und nichtbehinderte Darsteller zusammen auf der Bühne. Dass die Ensemble-Mitglieder ganz unterschiedliche physische und psychische  ... 


Der Wahnsinn als Begleiter

Peeping Tom & KVS mit „For Rent/ A Louer“ im Schauspiel Köln

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JO

 01.05.2012 )

Peeping Tom, was übersetzt Voyeur bedeutet, ist der Name einer belgischen Company, die sich rund um die Choreografen Gabriela Carrizo und Franck Chartier formiert hat.

Ausgangspunkt ihrer Inszenierung „For Rent/ A Louer“ ist der Moment der Realitätsflucht, eine Unaufmerksamkeit, die in Parallelwelten entführt. Schauplatz des Geschehens ist ein ausgebranntes Theater, dem noch das einst hochherrschaftliche Ambiente anzusehen ist. Hier tummeln sich unter anderem Madam (Marie Gyselbrecht) und ihr Bediensteter (Hun-Mok Jung/ Seoljin Kim), Jos Baker (Jos Bake ... 


In einem anderen Licht

Brice Desault und Canan Erek mit „SVAR“ und „TEZAT“ im DOCK 11, Berlin

 

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AG

 24.04.2012 )

„SVAR“ und „TEZAT“ sind zwei Soli, choreografiert und getanzt von Brice Desault und Canan Erek. Für beide Stücke haben sich die Tänzer schon vor Beginn auf der Bühne platziert – jedes Mal mit dem nackten Rücken zum Publikum gewandt. Im Kontrast zur nackten Menschenhaut erscheint das Fell eines Hundes besonders weich; die Haut wirkt eher abstoßend und kühl. Obwohl der Hund keine aktionsreiche Rolle in „SVAR“ spielt, vermag er ein animalisches, entfremdetes Bild des menschlichen Körpers sichtbar zu machen. Das Spiel der in Martial Arts trainierten Muskeln  ... 


Frei verortet

Tanzcompagnie Rubato mit „FindeOrte“ bei „Tanz hoch zwei“ in der Tanzfabik Berlin/ Uferstudios

 

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AG

 19.04.2012 )

In ihrem neuesten Stück arbeitet die Tanzcompagnie Rubato in Anlehnung an die „Heterotopien“, Gedanken zur gesellschaftlichen Funktion von Orten und Räumen, mit dem Fokus auf den eigenen Körper und seinen Bezug zu den Phänomenen Ort und Raum. Das Stück beginnt mit einer rückwärtig projizierten geschäftigen Freibadszene. Langsam bauen sich zwei weiß verhüllte Gestalten vor der Projektion auf, sodass die Freibadbesucher über die scheinbar körperlosen Figuren ebenso spazieren wie über die Leinwand. So beginnt das Spiel mit der Vieldeutigkeit des Körpers als ... 


Träume aus Körper und Haar

Wiederaufnahme: Maya Lipsker und Roy Carroll mit „Magic Valley“ im DOCK 11, Berlin

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JW

 13.04.2012 )

Bewegte Regungslosigkeit und leises elektronisches Zirpen eröffnen „Magic Valley“. In der nun mittlerweile zehnten Zusammenarbeit mit dem irischen Musiker Roy Carroll wird ein düsteres, spannungsgeladenes Bild anderer (Bewegungs-)Realitäten gezeichnet. Die beiden Tänzerinnen Maya Lipsker und Sandra Lolax erscheinen als zwei miteinander kommunizierende Körper oder Wesen, die in ihrer imaginierten Parallelwelt versunken sind. Sie ertasten sich gegenseitig, mal zärtlich, mal fast brutal; ihre Körper verschmelzen, wenn sie über den Boden rollen. Die Gesichte ... 


Im Shopping-Taumel

MS Schrittmacher mit „Alice im Wunderland“ im Karstadt am Hermannplatz, Berlin

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AJ

 05.04.2012 )

Temporeich startet Alice in ihr Abenteuer: Wie ein aufgescheuchtes Huhn im Businesskostüm ruft sie atemlos in ihr Handy, dass sie noch zum Vorstellungsgespräch müsse. Da biegt auch schon rasant das Kaninchen um die Ecke und sorgt im Vorbeistürmen dafür, dass einem Kleinkind der Mund offen stehenbleibt. Von solchen Zufallsmomenten wird es noch zahlreiche während der Performance geben, denn sie findet während des regulären Kaufhausbetriebs statt. Der Choreograf Martin Stiefermann interpretiert den Klassiker von Lewis Carroll auf ganz zeitgemäße Weise, inde ... 


Tipp: 

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